Das Arzneimittel Inlyta ist indiziert zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) nach Versagen einer vorherigen systemischen Therapie. Axitinib ist ein Tyrosinkinasehemmer der vaskulären endothelialen Wachstumsfaktorrezeptoren VEGFR-1, -2 und -3. Diese Rezeptoren spielen eine Rolle in der Angiogenese, beim Tumorwachstum und bei der Progression von Krebserkrankungen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Inlyta wurden in einer randomisierten, offenen, multizentrischen Phase-3-Studie an 723 Patienten mit fortgeschrittenem RCC untersucht. Dabei wurden 361 Patienten mit Axitinib und 362 Patienten mit Sorafenib, ebenfalls ein Kinasehemmer, behandelt. Als primärer Endpunkt wurde das progressionsfreie Überleben (PFS) definiert. In der Axitinib-Gruppe betrug das mediane PFS 6.7 Monate und in der Sorafenib-Gruppe 4.7 Monate.
Die Anfangsdosis beträgt 5 mg zweimal täglich oral während zwei aufeinander folgenden Wochen und kann je nach Verträglichkeit stufenweise auf eine maximale Dosis von 10 mg zweimal täglich gesteigert werden. Es sind Filmtabletten zu 1 mg (oval, rot, Prägung «1 XNB») und 5 mg (dreieckig, rot, Prägung «5 XNB») erhältlich.
Bezüglich Nebenwirkungen ist zu beachten, dass unter Einnahme von Inlyta bei 40.4% der Patienten eine Hypertonie und bei 19.2% eine Hypothyreose beobachtet wurde. Blutdruck und Schilddrüsenfunktion sind daher sorgfältig zu überwachen. Als häufigste unerwünschte Wirkungen wurden zudem Durchfall, Müdigkeit, verminderter Appetit, Übelkeit, Dysphonie, Hand-Fuss-Syndrom, Gewichtsverlust, Erbrechen, Schwäche und Verstopfung beobachtet. Vor operativen Eingriffen sollte das Arzneimittel mindestens 24 Stunden vorher abgesetzt werden.
Quelle: Fachinformation Inlyta Pharmazeutische Zeitung, 23/2012/p21 |