| Bereits 1986 wurde Muromonab-CD3 als erster therapeutischer Antikörper zur Behandlung akuter Abstossungsreaktionen nach allogener Nieren-, Herz- und Lebertransplantation eingesetzt. Inzwischen gibt es diverse monoklonale Antikörper, welche für verschiedene Indikationen zugelassen sind.
Die Wirkstoffbezeichnungen wie z.B. Adalimumab muten fremdartig an, lassen jedoch Rückschlüsse auf die Zusammensetzung und häufig auch auf die Anwendungsgebiete der Antikörper zu.
Allen gemeinsam ist die Endung –mab, welche für „monoclonal antibody“ steht. Die vorangestellten Buchstaben oder Silben geben Auskunft über die Herkunft:
Beispiele: -o-mab: Mausantikörper -xi-mab: chimärer Antikörper -zu-mab: humanisierter Antikörper -u-mab: humaner Antikörper
Der mittlere Teil des Antikörpernamens weist auf Indikation oder Zielort hin.
Beispiele: -vi- : Virusinfektionen -tu- : Tumore -li(m)- : Immunsystem -ci- : Herz-Kreislauf
In Bezug auf die Indikation ist die Bezeichnung nicht immer zutreffend, insbesondere wenn der Antikörper später in anderen Bereichen eingesetzt wird.
Der vollständige Antikörpername enthält also aufschlussreiche Informationen in verschlüsselter Form.
Beispiele: -vi-zu-mab -> Palivizumab (Synagis®, Virostatikum) -tu-xi-mab -> Rituximab (Mabthera®, Zytostatikum) -li-mu-mab -> Adalimumab (Humira®, TNF-Antikörper) -ci-xi-mab -> Abciximab (ReoPro®, Thrombozytenaggregations-Hemmer)
Quelle: _pharma-kritik, 7/2007/p27 _Pharmazeutische Zeitung, 43/2006/p18 |