| In 5-10% der Fälle sind Diabetiker im Laufe der Zeit von einer Amputation betroffen. Präventive Massnahmen, insbesondere eine sorgfältige Fusspflege, sind daher besonders wichtig.
Zur Risikogruppe gehören Diabetiker mit Arterio- und Neuropathien, welche zu einem Verlust des Schmerzempfindens an den Füssen führen.
Zur Erinnerung hier die wichtigsten Massnahmen:
_Füsse täglich kontrollieren, falls nötig unter Zuhilfenahme eines Spiegels oder mit fremder Hilfe (Zehenzwischenräume nicht vergessen). _Füsse täglich waschen. Lang andauernde Fussbäder vermeiden. _Zehenzwischenräume gut trocknen (Risiko für Mykosen). _Trockene Füsse mit einer feuchtigkeitsspendenden Crème pflegen (Hornhaut begünstigt Risse). _Hornhaut vorsichtig entfernen, ohne die Haut zu verletzen. Bei starker Hornhautbildung ist eine Fachperson zu kontaktieren. _Es dürfen keine Hornhauthobel oder andere schneidende Geräte aus Metall verwendet werden. Keine ätzenden Produkte anwenden. _Die Nägel sollten weder zu kurz noch zu lang sein und gerade bzw. nur leicht abgerundet gefeilt werden. _Nahtlose Socken aus Naturfasern tragen und täglich wechseln. _Bequeme, vorzugsweise geschlossene Schuhe aus weichem Leder tragen. _Täglich das Schuhinnere mit der Hand auf Unebenheiten oder eingeschleppte Objekte überprüfen. _Nicht barfuss laufen, in den Schuhen immer Socken tragen. _Verdächtige Läsionen sofort dem Arzt melden. _Jegliche Veränderungen des Tastsinns dem Arzt melden (z.B. Ameisenlaufen etc.).
Quelle: _Le Moniteur, No 2790, août 2009 _Guide pratique du Diabète, 4ème éd., Masson, 2009 _D. Sailer; Diabetes mellitus, verstehen - beraten - betreuen; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2001; p137 |