Metamizol ist ein Analgetikum und Antipyretikum aus der Gruppe der Pyrazolone. Eine mögliche Nebenwirkung der Behandlung mit Metamizol ist die Entwicklung einer Agranulozytose, welche tödlich enden kann. Aufgrund unterschiedlicher Studienergebnisse kann keine sichere Aussage zur Höhe des Risikos getroffen werden. Das Risiko steigt jedoch, falls Metamizol länger als eine Woche eingenommen wird. Bei vorbestehenden Störungen des blutbildenden Systems darf Metamizol nicht angewendet werden. Mögliche Zeichen einer Agranulozytose sind:
_Verschlechterung des Allgemeinbefindens _Fieber _Schüttelfrost und _Entzündungen im Bereich der Schleimhäute
Im Arzneimittelkompendium der Schweiz 2009 wird die Situation wie folgt beschrieben:
„Metamizol kann, mutmasslich auch im Rahmen einer Überempfindlichkeitsreaktion, zur Agranulozytose führen. Diese kann bei einem Sensibilisierten innert Stunden auftreten und äussert sich meist in hohem Fieber oder Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Entzündungen im Mundbereich ('Angina'!), gelegentlich auch mit analen und genitalen Entzündungen. Die Behandlung mit Novalgin muss bei Anzeichen von Agranulozytose oder Thrombozytopenie (siehe unerwünschte Wirkungen) sofort ausgesetzt und eine Blutbildkontrolle (einschliesslich weisses Differenzialblutbild) durchgeführt werden. Ein Therapieunterbruch darf nicht bis zum Vorliegen der Laborbefunde hinausgeschoben werden. Der Patient ist anzuweisen, das Medikament sofort abzusetzen und unverzüglich den Arzt aufzusuchen, wenn sich unter der Behandlung eines dieser Zeichen einstellt.“
Quellen: _Arzneimittelkompendium der Schweiz 2009 _Deutsche Apotheker Zeitung 2009/24/p2715 |