| Gemäss Literaturangaben tritt Keuchhusten wieder vermehrt bei Erwachsenen auf. Die Daten belegen, dass Erwachsene und insbesondere Eltern die Krankheit auf Säuglinge übertragen. Dies gilt für die Hälfte bis zwei Drittel aller Ansteckungen.
Fragen stellen sich im Zusammenhang mit Nachholimpfungen, denn die Empfehlungen variieren je nach epidemiologischen Daten und nationalen Impfplänen.
Um die Durchimpfungsrate zu verbessern, haben sich zahlreiche Länder (u.a. Frankreich, Deutschland, USA) entschieden, sich auf Familien zu fokussieren und vor allem zukünftige Eltern zur Impfung zu bewegen. In Frankreich beispielsweise wird im Impfplan die Wichtigkeit einer Nachholimpfung für zukünftige Eltern betont. Im Falle einer Schwangerschaft sollen sich auch Personen im engeren Umkreis impfen lassen. Eine Nachholimpfung gegen Keuchhusten wird allen empfohlen, welche in den letzten 10 Jahren keine entsprechende Impfung erhalten haben.
In der Schweiz präsentiert sich die Situation folgendermassen: Die Datenanalyse der Schweizerischen Impfkommission hat ergeben, dass zusätzliche Nachholimpfungen gegen Keuchhusten bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht empfohlen werden können. Es wurde entschieden, die Prävention im Schulalter zu intensivieren, indem der Anteil der Kinder mit einer fünften Impfdosis bei Schuleintritt (4-7 Jahre) erhöht werden soll. Eine allfällige Nachholimpfung wird bis zum Alter von 16 Jahren empfohlen (siehe Tabelle 2-4, Schweizerischer Impfplan 2009). Référence: _Vaccinologie , Editions Doin 2008, p159 _Le Moniteur Cahier formation 60/2009 : Les nouveautés vaccinales « Dois-je me faire revacciner contre la coqueluche avant d’être enceinte ? »
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