| Meist sind Muskelzuckungen harmlos. Falls charakteristische Begleitsymptome hinzukommen, können diese auf eine schwere Erkrankung hinweisen, die im Einzelfall abzuklären ist.
_Einschlaf- oder Aufwach-Myoklonus: Blitzartige Gehirnimpulse, die einzelne Muskeln oder Muskelgruppen in Aktion setzten. _Tic oder (Gilles-de-la) Tourette-Syndrom: Der Tic erzeugt komplexere Bewegungsmuster, z.B. ständiges Blinzeln, Nasenrümpfen etc. Betroffen sind oft männliche Jugendliche. _Ein-oder beidseitig zuckendes Augenlid: Es handelt sich um nervöse Zuckungen, z.B. bei Müdigkeit oder Ueberanstrengung der Augen. _Fokale Epilepsie: Muskelzuckungen an einem Arm oder Bein ohne Bewusstseinsverlust. _Restless-legs-Syndrom: Muskelzuckungen und heftiger Bewegungsdrang in den Beinen. _Hypoglykämie: Muskelzuckungen, Unruhe und Schwitzen. _Nicht vergessen werden sollten eventuelle Medikamentennebenwirkungen z.B. von Antiepileptika, Antidepressiva, Benzodiazepine und Methylphenidat.
Quelle: _Deutsche Apotheke Zeitung 2009/1906/p70 |