| Seit zwei Jahren müssen strengere mikrobiologische Grenzwerte für Salmonellen in Hackfleisch und rohen Fleischzubereitungen eingehalten werden. Zur Erfassung der aktuellen Situation bezüglich Hygiene führten neun kantonale Laboratorien im Jahr 2008 eine Untersuchungskampagne durch. Insgesamt wurden 343 Fleischproben analysiert (Pouletfleisch-, Schweinefleischzubereitungen und Schweinehackfleisch).
Nur 3.6% der Geflügelfleischzubereitungen wurden positiv auf Salmonellen getestet. Kontaminiert waren nur importierte Produkte (Deutschland, Ungarn, Frankreich). Fleisch schweizerischer Herkunft war nie betroffen.
In Fleischzubereitungen und Hackfleisch vom Schwein konnten keine Salmonellen nachgewiesen werden. Diese Produkte scheinen nicht häufig mit Salmonellen kontaminiert zu sein. Ein Restrisiko bleibt bestehen.
Trotz dieser erfreulichen Resultate bezüglich Lebensmittelsicherheit bleiben die Hygieneregeln im Umgang mit rohem Fleisch nach wie vor aktuell. Rohes Fleisch kann neben Salmonellen auch andere Krankheitserreger enthalten (z.B. Campylobacter, Yersinien, Kolibakterien):
_Nach Kontakt mit rohem Fleisch Hände waschen. _Nach Berühren von mariniertem Fleisch die Finger nicht ablecken. Verbleibende Marinade nicht als kalte Sauce verwenden. _Fleisch immer vollständig durchbraten. Fleisch darf keine roten Stellen mehr aufweisen. Bratwürste müssen auch im Innern heiss sein. _Für rohes und gegrilltes Fleisch separate Teller verwenden. _Fertige Grilladen auf unbenutztem Geschirr transportieren und von frischen Tellern verzehren.
Quellen: _BAG - Bulletin, 17/2009 _BAG - online, 7/2008 |