| Fumarsäureester werden zur Behandlung von schwerer Psoriasis eingesetzt, wenn andere Wirkstoffe nicht ausreichend wirksam sind. In einer placebokontrollierten Dosisfindungsstudie wurde untersucht, ob sich Dimethylfumarat zur Behandlung von Multipler Sklerose eignet.
Die 257 Studienteilnehmer mit schubförmig-remittierender MS erhielten Dimethylfumarat in unterschiedlicher Menge und Dosierung. In regelmässigen Abständen wurde mittels MRT die mittlere Gesamtzahl der neuen Läsionen bestimmt. Die höchste Dosis (240mg dreimal täglich) reduzierte die Zahl dieser Läsionen im Vergleich zu Placebo um 69%. Die niedrigeren Dosierungen zeigten im Vergleich zu Placebo keinen Effekt.
Als häufigste Nebenwirkungen wurden Hitzegefühl, Flush und gastrointestinale Beschwerden registriert.
Ob die orale Therapie mit Dimethylfumarat ein akzeptables Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, werden die Resultate der laufenden Phase-III-Studien zeigen. Der genaue Wirkmechanismus der Fumarsäureester ist noch nicht bekannt. Vermutet werden immunmodulatorische und neuroprotektive Eigenschaften.
Quelle: _Deutsche Apotheker Zeitung, 11/2009/p37 |